Elternvertreter im Landkreis Barnim fordern Hilfe

Wir - die Mitglieder des Kita-Elternbeirates Barnim - haben uns in einem Brief an die Fraktionen im Landkreis und die dem Wahlkreis zugeordneten Abgeordneten gewandt.

Darin beschreiben wir die großen Herausforderungen von gleichzeitiger Kinderbetreuung, Homeschooling und Homeoffice. Um als Eltern mehr zum Infektionsschutz beitragen zu können und weitere Kinder aus der Betreuung zu nehmen, bitten wir um politische Lösungen. So solle die Möglichkeit zur Freistellung von den beruflichen Verpflichtungen geprüft werden. Arbeitgeber sollten verpflichtet werden, Bürojobs im Homeoffice zu ermöglichen. Und der Zugang zum Sonderurlaub müsse erleichtert werden. Zusätzlich fordern wir eine Beitragsbefreiung für die Familien, die ihre Kinder aus der Betreuung nehmen und mögliche Lockerungen zuerst im Schulbetrieb umzusetzen, um schon bestehende Bildungsnachteile der Schülerinnen und Schüler nicht weiter zu verschärfen.

„Die Gesellschaft und die Politik wünschen sich von uns Übermenschliches“, resümiert die Vorsitzende des Kita-Elternbeirats Barnim Anna-Katharina Heyland in dem Brief. „Wir sollen arbeiten, als hätten wir keine Kinder. Zu diesem Zweck wurde das Betreuungssystem aufgebaut. Und nun, wo die Pandemie den Zugang dazu einschränkt, sollen wir zusätzlich die Kinder betreuen, als hätten wir keine Arbeit. Beides zusammen geht nicht.“

Aufgrund des Infektionsschutzes werden aktuell viele Schülerinnen und Schüler im Land Brandenburg ausschließlich im Distanzunterricht oder der Notbetreuung beschult. Ausnahmen bilden Schüler von Abschlussklassen und Schüler in Bildungseinrichtungen mit sonderpädagogischen Schwerpunkt „geistige Entwicklung“. Die Kindertagesstätten sind vorerst geöffnet. Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport appelliert aber an alle Eltern, ihre Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. 

 

Anschreiben des KEB an alle Fraktionen im Kreistag Barnim hier pdf icon

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